Re: Regierung Lügt! (Gesetzliche Krankenkassen)
solange jeder in sich reinfressen kann, was er will und auch bei jeder so mutwillig erworbenen Folgekrankheit alles bezahlt bekommt... solange jeder bei Extremsportarten seine Gesundheit riskieren kann .... usw. brauchen wir uns über die Bezahlbarkeit und Solidarität keine Sorgen machen.
Dass jede(r) - soweit es gewisse Grundfaktoren (Ernährung, ausreichend Bewegung, keine Risikosportarten betreiben etc.) betrifft - eine gewisse Eigenverantwortung an den Tag legen sollte, darin stimme ich Dir zu! Zumal bespielsweise eine gute Ernährung nicht besonders teuer sein muss - indem man zum Beispiel Obst und Gemüse der jeweiligen Saision entsprechend einkauft und die Sachen selbst zubereitet.
Dank der vorhandenen sozialen Hängematte wird nahezu jeder immer alles zum Mindeststandard in Anspruch nehmen können.
Die "soziale Hängematte" ist mittlerweile äußerst löchrig: Nicht verschreibungspflichtige Medikamente beispielsweise werden - trotz ihrer m Gegensatz zu verschreibungspflichtigen Präparaten oftmals weitaus geringeren Neben- und Wechselwirkungen, deren Folgebehandlung wiederum Geld kostet - von den gesetzlichen Krankenkassen seit Anfang 2004 nicht mehr übernommen. Sprich: Wer auf verschreibungspflichtige Präparate mit teilweise wesentlich höheren Risiken ausweicht, wird dafür vom System belohnt. Wo ist da die Vernunft geblieben???
Mensch Leute, geht mal ins Schwimmbad und seht Euch um. So viele dicke Kinder - was werden die noch alles für gesundheitliche Probleme bekommen.
Das ist nicht zuletzt auch eine Frage der Aufklärung. Bildungsfernen Schichten müssen derartige Informationen (hier: Ernährungsberatung) erst mühsam nahe gebracht werden, während Angehörige höherer Bildungsschichten von sich aus wissen, wo sie benötigte Informationen finden. Hier ist mehr Aufklärung schon in Kindertageseinrichtungen und Schulen gefordert!
Wenn das System nur noch so funktionieren soll, dass man denen, die noch richtig was einzahlen immer mehr wegnimmt, dann werden auch die irgendwann nicht mehr arbeiten. Denn dann lohnt es sich das Arbeiten wirklich nicht mehr.
Wo bleibt da die Solidarität zwischen Einkommensstarken und Einkommensschwachen, zwischen Gesunden und Kranken?
Und im Gegensatz zu Elgin bin ich der Meinung, dass sowohl Rentner und Arbeitslose auch das mitschultern müssen.
Soweit es sich um wohlhabende Rentner und Arbeitslosengeld-I-Bezieher handelt, die auf Grund ihres früheren Einkommens trotz ihrer aktuellen Arbeitslosigkeit immer noch eine dementsprechend hohe Lohnersatzleistung erhalten, stimme ich Dir zu. Bei Menschen nahe der Armutsgrenze hingegen bin ich hingegen anderer Meinung!
Ich als Arbeitnehmer habe seit Jahren Einkommenseinbußen.
Von welchem Einkommensniveau ausgehend? Handelt es sich bei Dir etwa um das berühmte "Jammern auf hohem Niveau"? Oder bist Du hingegen Niedrigverdiener?
Gruß
Elgin